Auch für Erwachsene

Besonders die Samstag- und Sonntagvormittage sind im Club Nàutic S’Arenal (CNA) von munterem Trubel geprägt: Es sind die Tage der Segelkurse, die großen Zuspruch finden. Richard, der leitende Trainer der Segelschule, schart seine Schüler um sich.
Bettina Neumann

Heute sind es ein gutes Dutzend Jugendliche und vier Erwachsene. Das ist das Besondere am CNA: Hier können nicht nur Kinder (ab sechs Jahren), sondern auch Erwachsene segeln lernen und zwar nicht nur im Sommer die ganze Woche, sondern auch im Winter an den Wochenenden. Im Sommer ist der CNA wohl die größte Sommerschule Mallorcas, auch mit vielen deutschen Lernwilligen. Dann lehren hier 25 Segellehrer, im Winter sind es immerhin noch acht. Auch Windsurfkurse mit höchstens acht Schülern werden angeboten, genauso wie Paddle Surf und Einführungskurse ins Kitesurfen.



Was den Segelunterricht betrifft, so hat der Club Náutic S’Arenal ein unschlagbares Angebot: mit einem Bonus von 10 x Segel-unterricht kann sich der Schüler den Kurs selbst einteilen. Jeweils an den Wochenenden - am Samstagvormittag sowie -nachmittag und Sonntagvormittag - dauert eine Unterrichtseinheit drei Stunden. Das Angebot ist ein halbes Jahr gültig und kostet 220 Euro.



Für das individuelle oder das Segeln zu zweit stehen Laser- und Topa Toppaz- Jollen zur Verfügung, auch auf einem größeren Segelschiff, einer Ludic, kann gelernt werden (der Preis für einen sechs Monate gültigen Bonus von 10 x 3,5 Stunden beträgt dann 300,- Euro).



Die Kurse bauen aufeinander auf, wer das Programm erfolgreich absolviert hat, kann sich dann selbst ein Boot ausleihen. „Das hängt von jedem Schüler einzeln ab, der eine lernt schneller, der andere weniger schnell, aber jeder lernt es“, erzählt Richard mit charmantem französischen Akzent. Bei Bedarf spricht der gebürtige Franzose auch englisch. Früher leitete er eine Segelschule in Belgien, aber da war es ihm schlichtweg zu kalt. Während die Boote startklar gemacht werden, hilft Richard jedem einzelnen, dann werden sie ins Wasser gelassen. Der Trainer ist im Beiboot dabei, von dem aus er seine Schützlinge anfeuert. Die müssen heute mit Gewichtsverlagerung harte Körperarbeit leisten, um ihre Segelboote hinaus auf die Bucht zu bekommen, denn an diesem Sonntagvormittag herrscht fast Wind-stille, nur zwei Knoten, dafür strahlt die Sonne vom Himmel und das Wasser ist glasklar. Innerhalb von einer halben Stunde sind alle draußen, und auch bei Flaute kann man noch vieles lernen. Zum Beispiel kentern und das Boot wieder aufrichten, schließlich ist das Meer Anfang Oktober noch ganz warm.



Dabei gehen die Erwachsenen auf diese Übung etwas zögerlicher ein, als die Jugendlichen. Der Trainer hat zwei Bojen gesetzt und jetzt heißt es Achten fahren lernen. Richards Trillerpfeife erschallt: Wer macht die meisten Wenden in zwei Minuten? Er ist mit Leib und Seele dabei, lobt und tadelt, aber nie ohne Humor. Sein persönliches Ziel lautet: Regatta fahren. Und tatsächlich hat der CNA bedeutende Regatta-Teams in der Optimist-, Laser- und 420-Klasse mit Seglern, die in der Schule das Segeln gelernt haben, hervorgebracht, die jetzt nicht nur nationale, sondern auch internationale Wettbewerbe gewinnen. Nun heißt es „Rumbo a la cueva verde!“ („Kurs auf die grüne Höhle!“). Wer erschöpft ist, kann sich im Beiboot ausruhen, dafür segelt ein anderer weiter, so wird immer mal wieder abgewechselt.



Die Zeit vergeht wie im Flug, es wird viel gelacht und ge-scherzt und als alle wieder an Land sind, strahlen die Gesichter. Jeder ist heute wieder ein Stückchen weitergekommen und hat zudem noch eine Menge Spaß gehabt.


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